Es ist so weit, nach einem halbjährigen Auslandsaufenthalt bin ich endlich zurück! Zurück in der schönen Schweiz und damit zurück in meiner persöndlichen Wunderstadt. Wie meine erste Begegnung mit Zürich war, lest ihr hier.

Im Zug sitzend und entlang des Zürichsee fahrend, war mir schon ganz wirr zumute. Der Gedanke, nach langen fünfeinhalb Monaten, das erste Mal wieder Zürcherstadtboden unter den Füssen zu spüren, brachte mich ins Schwitzen und ich fingerte ungeduldig an meiner Tasche herum.

Wie wird Zürich sich wohl verändert haben? Wie anders wird es sein?

 Entlang den Häuser fahrend, beobachtete ich die Aussicht, so genau und neugierig, wie ich es in den letzten Monaten immer getan hatte, wenn ich an neue Orte kam. Alles was ich sah, war irgendwie ungewohnt und obwohl mir nichts an dieser Aussicht fremd vorkam, brachte sie mich ins staunen. Wie wunderschön es doch hier ist.

Als der Zug endlich in den Zürcher Hauptbahnhof einfuhr, holte ich nochmals tief Luft, genug Luft für ein Wiedersehen.

Aus dem Zug ausgestiegen, hatte ich ihn wieder, den gestressten Passantenschritt, den ich eigentlich gar nicht mag, den ich mir eigentlich verbieten und abgewöhnen sollte. Aber der einem doch das Gefühl gibt, ans Ziel zu gelangen und seinen Weg durch die Massen zu finden.

Durch den Bahnhof laufend, musste ich erst alles realisieren, die neuen Läden, die Menschen die alle meine Sprache sprechen, das spiegelnde, helle Licht, die große Halle und die drückende Wärme.

Alles fühlte sich wie im Traum an, als hätte mir jemand in meine Zeichnung reingemalt, reingepfuscht. Das Bild verändert und ich weiß nicht recht, ob es mir so besser gefällt. Aber die Farben und die Formen sind schon auf Papier und ich kann sie nicht mehr wegradieren.

Kaum in der Menschenmasse des Treffpunkt gelandet, entdeckte ich ein bekanntes Gesicht, eine ehemalige Arbeitskollegin. Sie lächelte gerührt und hieß mich Willkommen. Überfordert versuchte ich ihr in wenigen Minuten, möglichst viel von meiner Reise zu erzählen.

Etwas durch den Wind zog es mich weiter, und ich entdeckte so viel altbekanntes, dass mich zuhause fühlen ließ, dass schöner als zuvor war und ich wieder begann zu schätzen.

Kleinigkeiten die mir plötzlich viel grösser und bedeutender erschienen. Die Luft, die nach Seewasser roch, die Sonne die sich rötlich im Wasser spiegelte und die saftig grünen Bäume, in Reih und Glied dem Wasser entlang stehend. Alles passte und fügte sich zusammen. Das Bild dieser Stadt, wie ein berühmtes Gemälde, wunderschön.

Und ich bekam kaum das Lächeln aus dem Gesicht, ja dies fühlte sich nach Zuhause sein an. Obwohl einiges neu war und ich noch neues entdecken werde, scheint es mir als wäre ich nie weggewesen. Mit diesem guten Gefühl, verbrachte ich meinen ersten Zürich Abend, nach langer Zeit. Und ich freue mich auf alle Weiteren, die ich noch in dieser Wunderstadt erleben darf!