Liebe Leser, wir alle schlüpften anfangs aus einem Ei (im übertragenen Sinne), bekamen langsam Flaum an den Flügen und konnten es kaum erwarten bis wir mal Federn bekamen um das “schützende” Nest zu verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten wir uns damit begnügen, dass die Eltern uns einmal im Jahr (wenn wir Glück haben) das Nest überliesen, uns auch ein wenig Ferien gönnten und in den Süden Fliegen. Solche Momente liesen uns aufblühen. Wir mussten selber für unsere Würmchen sorgen, schauen dass das Nest einigermassen ganz blieb und dass man nicht ausversehen kleine Vögelchen auf die Welt stellte (wenn ihr versteht was ich meine).

Viele Kinder haben schwer erziehbare Eltern. (Jean-Jacques Rousseau (1712-78), schweizer.-frz. Schriftsteller u. Philosoph)

Auf was ich eigentlich rauswollte war, seit auch meine Eltern ausgeflogen sind (bin ein mittelloser Student) gehe ich bereits um 11 anstatt 12 ins Bett, nehme am Morgen einen “Zmorgen” zu mir, Füttere die Hasen und Fische zweimal anstatt einmal, mache meine Wäsche und Putze das Haus (freiwillig), lese den Zürcher Unterländer, Koche selber, lese Bücher anstatt Fern zusehen, verbringe auch mal Zeit im Wohnzimmer anstatt mich direkt ins Schlafzimmer zurück zu ziehen und lade ab und an auch mal Freunde ein. Wieso ich das ganze hier niederschreibe fragt ihr Euch, damit die Eltern unter Euch sich das mal zu Herzen nehmen und mal für ein paar Wochen ausfliegen, und die Kinder/Jugendlichen/Mittellose Studenten welche wissen von was ich spreche, den Post hier ausdrucken und den Eltern auf den Tisch legen.

Also Mamis / Papis, lasst Eure Vögelchen mal Ihre Flügel ausprobieren…

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