Lieber Leser, endlich ist mein Blog wieder erreichbar! Einige Zeit ist vergangen seit ich das letzte mal was anständiges geschrieben habe. Ich kompensiere meine Blog Defizite damit, dass ich alles in mein Buch welches ich gerade schreibe, einfliessen lasse. Ihr lächelt jetzt vielleicht, aber den Punkt der seit einiger Zeit auf meiner To-Do Liste steht “Buch schreiben und Veröffentlichen” möchte ich unbedingt in die Tat umsetzten, und wer nie anfängt, der hört nie auf! Und deshalb wage ich einen ersten Versuch…

Total übermüdet und halb angefroren, war ich letzten Dienstag mit einigen Klassenkameraden in einer Galerie eines Freundes von denen. Gehen wir durch die Galerie und kommen in einen abgetrennten Raum, wo einige Graffitis und Bilder hingen, mit denen ich aber wenig Anfangen konnte. Da stand ich also, kannte keinen ausser den genannten zwei Klassenkameraden, welche beide schon angetrunken waren und setzte mich also hin. Der Joint hatte bereits x Runden gedreht (mich ausgeschlossen), da beginnt die einte, von der Parallelklasse eine Geschichte zu “erzählen” wie Ihr Onkel gestorben sei und lachte sich dabei bei jedem Anfang schlapp. - Vielleicht tat sie das auch, um dem Typ der bei Ihr auf dem Sofa sass näher zu kommen, den sie legte bei jedem Lacher Ihr Kopf bei Ihm auf der Schulter ab - Über den Satz “Weisch min Unkel isch gstorbe…” kam sie nie hinweg. Der einte fragte ob ich was verstanden hätte und ich meinte nur was wie “Was sölli verstande ha, me als de Unkel isch gstorbe het sie ja nöd gseit”. Da mir die ganze Affektiert- und Aufgesetztheit so-was von auf die nerven ging, verabschiedete ich mich nach einer kurzen weile und ging in den durch einen Vorhang abgetrennten Raum (in welchem sich der Ausgang befand). Da ich noch schnell was auf dem Handy schauen musste, hörte ich wie sich die andern über mich ausliessen. Der einte meinte, “Hender ghört waser gseit het, - Me als min Unkel isch gstorbe hetsi ja nöd gseit” da dauerte es eine weile und alle begannen zu lachen, “ah willer de ganz abig nüt gschieders gseit het, wie gstorbe, haha”, da meint der andere aus der Klasse “weisch das isch so eine wo im Dütsch 5 Ufsätz schriebt”… und da ich mir den Rest nicht mehr anhören wollte, habe ich mich entschieden zu gehen. Die Tür welche bei jedem öffnen klingelt also auf- und kräftig wieder zu gemacht. Und als ich heute wieder Schule hatte, haben sie alle getan als ob sie meine besten Kollegen wären, nun gut Sie hatten den Anstand mich nicht mehr zu fragen ob ich mitkommen wolle etwas trinken zu gehen. Tut gut zu wissen wo und wie man steht… Ich habe lange über das geschehene Nachgedacht. Am Anfang hatte ich recht Mühe damit. Wer hört schon gern, dass er langweilig sei?! Aber da ich jetzt weiss woran ich bin, kann ich mir in Zukunft ersparen lassen, mir was von denen vorspielen zu lassen und was mit Leuten machen, die sich weder über den Tod eines Familienmitgliedes auslassen müssen noch den Joint über den Ausgang des Abends entscheiden lassen. Ich habe mich auch dazu entschieden die Energie für etwas anderes zu verwenden, als sie vom Gegenteil zu überzeugen, den möchte ich DA dazugehören? Bleibe mir treu!

Ich habe ein wenig gebraucht, diesen Artikel nicht der Selbstzensur zur Last fallen zu lassen. Wer zeigt schon gern schwäche…  Allaboutzurich

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