Lieber Leser/innen, (ich probiere Gleichgeschlechtlich zu schreiben, sagt man das so?) ich komme hier in diesem Post zu einem Punkt den ich heute im Zug beobachten durfte, heute lege ich wert auf Detailtreue.

Ich Sitze nach meinem “Zürich-Tour-Guide-Tag-mit-Mexikanerin” in der S5 nach Hause. Es dunkelt, da wir bereits 18.45 haben. Gelangweilt und auch ein wenig müde wegen den strapazierenden Fussmärschen die ich heute zurückgelegt habe, schaue ich aus dem Fenster. Mein Blick wechselt immer zwischen den Geschehnissen draussen und der Reflexion des beleuchteten Innenraumes. Auf der anderen Seite des Ganges sitzt ein Pärchen, Mitte 30. Ich beobachte die Frau, die äusserst geistesabwesend in den Sitz vor ihr blickt und dabei komisch das Gesicht verzieht. Ich schaue nach draussen und erblicke eine Gruppe Hari Krischnas die am Bahnhof ihre Samstag’s Curry Essenseinladungen verteilen. (Das weiss ich nur weil ich so eine Karte bereits am See erhalten habe) Als ich mich von den Hari Krischnas wieder der Reflexion zuwende, erfuhr ich den Grund wieso die Frau ihr Gesicht verzogen hatte. Sie hatte einen störenden Popel in der Nase, bei dessen Extraktion / Entfernung ich Zeuge werden durfte. Sie zog ihn sich aus der Nase, er bildete Fäden - das habe ich sogar in der Reflexion gesehen, weil sie plötzlich beide Finger brauchte -, sie zerrieb ihn zwischen den Fingern und spickte diesen auf den Boden. Ich wand mich von der Reflexion ihr zu, als sie sich ihren Taten und meinen Blicken bewusst wurde, packte sie die Hand ihres Freundes, lächelte verlegen und schaute aus dem Fenster (bis ich aussteigen musste, hatte sie sich nicht getraut was anderes zu).

Die Moral aus der Geschichte: “Popelt nie in der Öffentlichkeit!”

Mit diese Worte schliesse ich diesen Post. Auf den Bericht des ”Zürich-Tour-Guide-Tag-mit-Mexikanerin” müsst Ihr Euch noch ein wenig gedulden.

Liebe Grüsse

Allaboutzurich

Comment