Während ich diese Zeilen schreibe, ist im Zimmer nebenan soeben mein Sohn eingeschlafen. Es werden ihm bestimmt noch tausend Dinge durch den Kopf gehen, denn es war ein erlebnisreicher Tag. Wir taten, was wir oft tun. Wir besuchten einen der zahlreichen Spielplätze im Quartier (ein Plan mit den 140 Spielplätzen in der Stadt Zürich findet ihr hier). Heute denjenigen bei der Kollerwiese. Das Zentrum bildet ein riesiges Piratenschiff aus Holz, umgeben von Flossen und Fässern. Allein deshalb lohnt sich ein Besuch dieses Spielplatzes. Die Kollerwiese lädt übrigens zum Verweilen ein und im Sommer kann man dort sehr gut bräteln oder tagsüber mit einem Buch in der Hand einfach die Seele baumeln lassen. Und ja, heute gab es zwei ganz besondere Momente, die irgendwie zusammenhängen. Am Morgen machten wir uns auf ins Sihlcity, genau genommen in den Walder Junior (den ich nur empfehlen kann, denn wir wurden kompetent beraten und mein Sohn fühlte sich pudelwohl), und wir kauften meinem eineinhalbjährigen Sohn seine ersten richtigen Schuhe. Er ist nun stolzer Besitzer von halbhohen, dunkelblauen Schuhen mit weissen Sohlen. Das Einkaufszentrum ist übrigens am Montag Morgen wunderschön verlassen, weshalb es sich dann bestens eignet, um mit Kindern einen Grosseinkauf zu tätigen oder im Hitzberger einen ausgezeichneten Espresso zu trinken (wenn der Nachwuchs grad schlafen sollte, wie es der Zufall heute wollte). Sehr praktisch ist übrigens der Lieferservice, den Sihlcity in Zusammenarbeit mit dem Züriwerk anbietet, gerade wenn man mit Kindern und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist. Am späteren Nachmittag geschah das, was einem aus den Socken haut, wenn es soweit ist: mein Sohn richtete sich auf und spazierte quer durch die Küche, wie wenn dies das Normalste auf der Welt wäre. Nur muss man sagen, dass er sich zwar schon seit Wochen, ja – gefühlt  – Monaten, mit erhobenen Händen führen lässt. Aber mit dem alleine Laufen liess er sich ausgesprochen viel Zeit. Wir waren derart hibbelig und aufgeregt, dass ich wie wild auf und ab hüpfte und mein Sohn sich immer wieder Kopf voran in eines der Sofakissen schmiss, dabei laut lachte und mit den Beinen zappelte. Tja, dies sind die kleinen grossen Momente im Leben, die ich nicht missen möchte. Das ist es, was zählt. Man nennt es auch Glück. Ich bin erschöpft. Gute Nacht und bis zum nächsten Mal.

Euer Teilzeitmann wünscht euch viele überraschende Alltagserlebnisse und eine kurzweilige Woche.

Allaboutzurich / Pirmin

So sehen Kinderschuhe nach einer Woche in Gebrauch aus.

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